Steinskulpturen aus Zimbabwe
 

Die verwendeten Motive zeigen immer viel von der Persönlichkeit des jeweiligen Künstlers. Was er im Stein findet ist ein Teil seiner eigenen Geschichte, Sozialisation und Tradition. Szenen aus Erzählungen und Überlieferungen finden sich ebenso, wie Auseinandersetzungen mit der Herkunft und Mythologie.



Geister, Menschen, Tiere werden abgebildet; häufig fließt das auch ineinander, halb Tier, halb Mensch. Vor allem bei den Shona spielen bestimmte Tiere (z.B. Löwe, Pavian, Eulen, Adler) als Beschützer oder Boten eine wichtige Rolle. Nach den Vorstellungen der Shona können Menschen sich in Tiere verwandeln oder auch Tiere in Menschen. Häufige Motive sind Familienszenen wie Mutter und Kind(er) Situationen, aber auch respektvolle Darstellungen der Frau oder eines nachdenklichen Mannes.


Bei den Skulpturen werden die Proportionen bewusst verzerrt. Der Kopf symbolisiert Weisheit und Intelligenz und wird daher vergrößert dargestellt, auch Hände und Füße werden hervorgehoben, der Körper dagegen ist oft unterbetont.

Fanden in den Anfängen der Bildhauerbewegung zeitgenössische oder politische Motive kaum Verwendung, setzen sich die Bildhauer zunehmend auch mit aktuellen Themen auseinander. Einen breiten Raum nimmt dabei der Umbruch der afrikanischen Gesellschaft, der zunehmende westliche Einfluss und das Verschwinden überlieferter afrikanischer Traditionen ein.

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