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Weil bei der Entstehung dieser neuen Kunstrichtung ein Großteil der Künstler dem Stamme der SHONA angehörten, sprach man über mehr als drei Jahrzehnte von den "Steinskulpturen der Shona". Aber auch einige der großen Bildhauer kamen bereits seit der Anfangsperiode aus Nachbarländern wie z.B. Fanizani Akuda aus Sambia, Luiz Purumero aus Mocambique oder Bauden aus Malawi. Dieser Trend hat sich fortgesetzt und inzwischen hat sich deshalb auch der Begriff "Steinskulpturen aus Zimbabwe" allgemein etabliert.
Erst Mitte des letzten Jahrhunderts begannen die Shona mit der Schaffung ihrer ersten Skulpturen - in Form reiner Kunst. Die Werke entstanden vornehmlich in den aus der Kolonialzeit stammenden Landwirtschafts- und Bergbauzentren Zimbabwes. In diesen Zentren waren die Shona einer Vielzahl kultureller Eindrücke ausgesetzt: der westlichen Moderne, den Traditionen anderer afrikanischer Völker, die von den Briten dorthin umgesiedelt worden waren und nicht zuletzt dem Leben außerhalb ihrer traditionellen Ordnung.
Auf diese Weise entstand eine einzigartige Kunstform, die die Bildhauerei als schöpferischen Prozess begreift, diesen aber gleichzeitig den Vorgaben der Natur und der eigenen mythologischen Geschichte aussetzt.
Bevor die Bildhauer beginnen, den Stein zu bearbeiten, müssen sie ihn nicht nur finden, sondern vor allem sein Wesen ergründen. Der Stein gibt ihnen vor, was aus ihm entstehen muss. Die Künstler können ihn deshalb nur solange bearbeiten, wie sie das Bild in sich tragen, welches er ihnen vermittelt hat. Geht es ihnen verloren, können Sie ihre Arbeit erst fortsetzen, wenn dieses Bild in sie zurückkehrt.
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